Freizeit muss Erlebnis sein

 

Nicht mehr die Größe des Schnitzels, sondern das Umfeld ist das Kriterium für die Wahl eines Restaurants. Nicht mehr das günstige Angebot, sondern die Möglichkeit, den Einkauf mit Genuss und einem Hauch Kultur zu würzen, zieht die Massen in Ladenpassagen oder Einkaufszentren. Nicht mehr der Besuch des Fußballspiels des
Lieblingsvereins z
ählt, sondern die durch Beziehungen ergatterte VIP-Karte für ein x-beliebiges Fußballspiel wird benötigt, um im Trend zu sein.

Fast noch wichtiger als das Erlebnis selbst ist der Weg dorthin. Man hat sich im Morgengrauen mit heißem Tee und einer warmen Decke ausgerüstet, in einer langen Schlange angestellt, um zwei der begehrten Eintrittskarten zum einzigen Konzert des berühmten Tenors zu ergattern. Man bestellt seinen Tisch eine Woche im Voraus, um einen Platz in diesem Restaurant zu bekommen, wo die Kellner auf den Tischen tanzen.
Man schafft etwas, erreicht etwas, zeichnet sich persönlich gegenüber anderen aus, die an diesen Erlebnissen nicht teilhaben können. Steckt da nicht überall einen bisschen Bungee drin?

Freizeit muss Erlebnis sein, weil die Arbeit keine Erlebnisse mehr bietet! Auf diesen sicherlich stark vereinfachten Nenner lässt sich die Entwicklung unseres Freizeitverhaltens bringen.

Aber was hat die Suche nach Erlebnissen in der Freizeit mit Marketing-Events zu tun? Ganz einfach, diese Erlebnisorientierung ist die Basis für Events, ist die Bereitschaft der Zielgruppen, an Events teilzunehmen. Und sie ist der Schlüssel zum Erfolg von Events als Teil des Marketings. Denn Marketing-Events sind nichts anderes als die Rückprojektion der Freizeitwerte in die Arbeitswelt.

 

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