Crowdmanagement, und was es bedeutet

Crowdmanagement – ein Begriff, der sich seit der Tragödie der Loveparade geprägt hat.
Crowdmanagement beinhaltet die systematische Planung und die kontinuierliche Beobachtung von Bewegungen und Versammlungen von Menschen.
Deshalb gehört zum Crowdmanagement die Überprüfung von „zu erwartenden Befüllungen“, der „Angemessenheit von Einlass und Auslass“ sowie die „Abläufe bei dem zu erwartenden Verhalten“.

Leider gibt es für Crowdmanagement immer noch keine richtige deutsche Übersetzung. „Publikums-Sicherheits-Management“ ist nur eine ungenaue Beschreibung dessen, was verlangt wird.

Über die Inhalte lässt sich streiten. Es ist bedauerlich, das es hier immer noch keine einheitlichen Richtlinien gibt. „Jeder der möchte,  darf heut zu Tage veranstalten und jeder, der sich dazu berufen fühlt, darf Sicherheitskonzepte schreiben. Ich finde, hier fehlt es an einer Qualifizierung der Menschen, die im Veranstaltungsbereich tätig sind. Und dieser Mangel ist umso bedauerlicher, als es sich um Verantwortung für Menschen handelt.

Die zuständigen Mitarbeiter in den Verwaltungsbehörden sind fast nirgendwo dafür ausgebildet, „ihnen vorgelegte Sicherheitskonzepte kompetent zu beurteilen. Die gültigen Muster-Verordnungen für Großveranstaltungen sind längst nicht mehr ausreichend. Einzig allein für die Planung bringen Sie nutzen.

Bereits im Vorfeld einer Veranstaltung ist es  unerlässlich, Gefährdungsanalysen vorzunehmen statt mit Schablonen zu arbeiten. Die zu erwartende Personenzahl pro Quadratmeter allein ist nicht Ausschlag gebend. Und Regelungen und Verordnungen sind erst recht „nicht geeignet, Anforderungen komplexer Großveranstaltungen abzubilden“.
Hier sollte es eine gesonderte „Qualifizierung der Sicherheitskräfte für das Arbeiten bei Veranstaltungen“ geben. Gerade nach den Ereignissen bei der Loveparade in Duisburg ist es nicht damit getan, Gesetze oder Regeln zu schaffen. Es müssten sich mehr – besser alle – mit der Veranstaltung befassten Beteiligte für ihre Aufgabe qualifizieren.

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