Money makes your world go round

 

Nervenkitzel allein ist als Anreiz für ein bewusst gesuchtes Abenteuer zu wenig. Wer bereit ist, den Risiken (s)einer Existenzgründung mutig entgegen zu gehen , der möchte früher oder später auch in materieller Hinsicht für seine Mühen entschädigt werden.

Selbständige wollen ja nicht nur eigener Arbeitgeber am eigenen Arbeitsplatz werden, sondern auch gut verdienen.

Das Streben nach wirtschaftlicher Unabhängigkeit war auch bei mir ein vorrangiges Motiv bei meiner Neugründung. Profit und Wohlstand müssen aber erst erarbeitet werden. Denn Chefgehalt und dicker Benz, waren nur etwas füLeute, die es bereits geschafft hatten (oder dachten es geschafft zu haben); Überlebende, die sich schon mal ein paar Minuten in den Ledersessel zurücklehnen und sagen konnten: Mein Laden läuft gut.

Ohne Moos nix los. Wer dereinst reich ernten will, muss vorher ordentlich säen.
Viel Zeit, viel Arbeit, viel Energie. Und immer wieder Geld, Geld, Geld. 
Wenn nicht eigenes, dann geborgtes. Nur wo Geld ist, kommt Geld hin. Leider ist es so. Und wenn man keinen reichen Papi oder berühmten Onkel in Amerika hat, muss man erst mal sehr kleine Brötchen backen. Zwar machen Banken und Sparkassen den Weg in die Selbständigkeit gerne frei mit dem Geld ihrer Anleger, versteht sich. Der Preis ist aber eine langfristige Abhängigkeit. Diese dachte ich umgehen zu können.

Am Anfang gab es meist Barzahlungen. Diese Investierte ich dann sofort in Material. Zwar über die Bücher, aber nicht über das Bankkonto.
Dies bedeutete leider keine ersichtlichen Ums
ätze für die Banker. Wie schwer es dann ein bis zwei Jahre später wurde Geld von den Banken zu bekommen, das musste ich dann auch schnell einsehen.

Inzwischen weiss ich: Eine wohldosierte Kapitalspritze ist nötig um auf dem großen Markt mitreden zu dürfen. Anderseits, das Gefühl, noch irgendwo tief in der Kreide zu stehen, kann auch aufs Gemüt schlagen.

Und gerade dieses Gemüt benötigen sie für die Existenz.

Leider geht es heute nicht mehr ohne Schulden, aber man sollte sich trotzdem den Respekt vor geliehenem Geld beibehalten.  Und solange die Verbindlichkeiten überschaubar sind, sollte man sich die Arbeitsfreude nicht durch zuviel Grübelei um Geld verderben.

Hierzu ein kurzer Tipp: Leider ist es heute nur allzu typisch Rechnungen bis zum letzen rauszuzögern. Was Sie nicht tun, sollten Sie bei Ihren Kunden auch nicht dulden.

Nicht tatenlos zusehen wie säumige Kunden mit Ihrem Geld und auf Ihre Kosten arbeiten. Werden Sie stattdessen Weltmeister im eintreiben von Außenständen. Mehr als zehn Tage Zahlungsfrist, maximal zwei Wochen, sollten Sie nie gewähren. Pünktlicher Rechnungsausgleich ist gut, Vorauskasse (dafür mit großzügigem Skonto) besser.

 

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